Spielregeln Rollstuhlrugby

1. Wer spielt?

Spieler mit Einschränkungen an mindestens drei Gliedmaßen (Tetraplegie, MS, Kinderlähmung, Paraplegie mit Plexusschädigung, Polio…). Auf dem Feld stehen von jeder Mannschaft vier Spieler, die alle zusammen nicht mehr als national sieben Punkte und International acht Punkte haben dürfen.

2. Wer hat welche Punktzahl?

Die Punktzahl, die ein Spieler hat, richtet sich nach der individuellen Behinderung des Spielers. Grundsätzlich gilt: Je stärker die Behinderung, desto geringer fällt die Punktzahl aus. Die jeweiligen Punkte reichen von 0.5 (Tetraplegie ab C5) bis 3.5 (ab C8).

3. Wo wird gespielt?

Gespielt wird auf einem normalen Basketballfeld, als Spielball dient ein Volleyball. Um zu punkten gilt es mit diesem über eine acht Meter breite Torlinie zu fahren, die durch Pylone begrenzt ist. Dem Tor ist ein Strafraum (Key) vorgelagert, der eine Tiefe von 1,75 hat.

4. Wie wird gespielt?

Rollstuhl-Rugby wird über eine Dauer von 4 x 8 Minuten reiner Spielzeit gespielt. Während dieser Zeit stehen jeder Mannschaft 4 Time-Outs von jeweils einer Minute zur Verfügung.

Nach dem ersten und dritten Viertel gibt es jeweils eine Minute Pause, nach dem zweiten Viertel eine fünfminütige Pause.

Der Ball darf gepasst, geworfen, geschlagen, gedribbelt und auf dem Schoß in fast jede Richtung über das Feld gebracht werden.

Der Ball darf nur 15 Sekunden in der eigenen Hälfte gehalten werden.

Ein Spieler muss den Ball nach spätestens 10 Sekunden prellen oder abgeben.

Ein Angreifer darf sich höchstens 10 Sekunden im gegnerischen Key aufhalten.

Nur drei Verteidiger dürfen sich gleichzeitig im eigenen Key aufhalten.

Ein Tor wird gewertet, wenn ein angreifender Spieler die Torlinie berührt oder überfährt und den Ball in seiner Kontrolle hat.

5. Was ist verboten?

  • illegal contact: die direkte körperliche Berührung des Gegners.
  • holding: Festhalten des Gegners oder dessen Rollstuhls.
  • pushing: massives Wegschieben des Gegners von der von ihm gehaltenen Position.
  • charging: Rammen des Gegners aus voller Fahrt, ohne den Versuch abzubremsen oder die Richtung zu ändern (gefährliches Spiel).
  • spinning: Hineinfahren in den Gegner (hinter der Hinterachse), so dass dieser abrupt die Richtung ändert.
  • four in the Key: alle vier Verteidiger halten sich gleichzeitig im eigenen Key (Torraum) auf.
  • back court violation: Rückspiel über die Mittellinie durch die angreifende Mannschaft.
  • contact before the whistle: Rollstuhlkontakt während jeglicher Spielunterbrechung.

Kommentare sind geschlossen.